Nachsalzen gefährdet das Herz


Mehr Disziplin am Tisch
Nachsalzen gefährdet das Herz
mauritius images/Astrakan Images

Nachsalzen beim Essen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das trifft auch für Menschen zu, die sich gesund ernähren.

Mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle

Eine salzreiche Ernährung treibt den Blutdruck in die Höhe und schadet den Gefäßen. In der Konsequenz drohen Herzinfarkt und Schlaganfall. Zur Vorbeugung reicht es offenbar nicht, auf die besonders salzhaltigen industriellen Nahrungsmittel und Fastfood zu verzichten. Auch das Nachsalzen bei Tisch sollte man besser vermeiden, wie eine aktuelle Analyse von Daten aus der UK-Biobank zeigt.

Über 500 000 Teilnehmer*innen hatten darin ihren Salzkonsum bei Tisch angegeben (wie salzig die Nahrungsmittel waren, wurde nicht erhoben). 28% von ihnen salzten ihre Speisen gelegentlich nach, 12% taten dies häufig und 5% immer. Dem setzte das Forscherteam die Todesfälle und die Anzahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den neun Jahren ab Beginn der Befragung gegenüber.

Ständiges Nachsalzen kostet Lebensjahre

Menschen, die häufig nachsalzten, hatten ein um 7% erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu denjenigen, die das nie taten. Wer bei jedem Essen zum Salzstreuer griff, steigerte sein Sterberisiko sogar um 28 %. Ständiges Nachsalzen kostete zudem Lebensjahre. 50-jährige Frauen verloren dadurch 1,5 Jahre, 50-jährige Männer 2,3.

Die Forscher*innen berechneten auch, wie sich Nachsalzen auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkte. Wer häufig nachsalzte, erkrankte zu 19% seltener daran als die Immer-Salzer. Gelegentliches oder gar kein Nachsalzen reduzierte die Erkrankungsgefahr um 21% bzw. 23%. Besonders zahlte sich der Verzicht auf das Nachsalzen in Bezug auf die Herzinsuffizienz aus. Auf die koronare Herzkrankheit oder Schlaganfälle hatte es weniger Einfluss.

Spezialdiät verliert ihre Wirkung

Unabhängig von der Ernährung scheint Nachsalzen ungünstig für Herz und Gefäße zu sein, betonen die Autor*innen. Wer zur Vorbeugung von Bluthochdruck spezielle Diäten einhält (z.B. die DASH-Diät) sollte ebenfalls den Salzstreuer stehen lassen, um den Vorteil der Diät nicht durch Nachsalzen zu verlieren.

Quelle: Ärzteblatt

News

Dem Testosteron-Abfall entgegen wirken

Mann fährt mit Hund an der Leine auf einem Fahrrad einen See entlang.

Bewegung und Alkoholverzicht

Wechseljahre wie die Frauen haben Männer nicht. Ihr Hormonspiegel sinkt nicht abrupt, sondern nur langsam. Trotzdem leiden viele unter Beschwerden. Und einige wenige benötigen sogar eine Testosteronsubstitution.   mehr

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Apotheke Kennedystraße
Inhaberin Layla Chaban
Telefon 06181/49 16 57
E-Mail apo-kennedystrasse@pharma-online.de